Marqueterien - von der Kontur zum Bild
Marqueterien -         von der Kontur     zum Bild

Willkommen in meinem hölzernen Collagen-Atelier

Mein Name ist Andreas Dietz. Ich bin Tischler (oder Schreiner - je nach eigenem Belieben) und schöpfe mein Hobby aus meinem Beruf. Tagsüber habe ich natürlich keine Zeit, um mich mit kleinen Furniersegmenten zu einem Gesamtbild vorzuarbeiten. Die Arbeit an einer hölzernen Collage ist für mich eher eine entschleunigende Tätigkeit, zumal die vielen Einzelteile (fast immer) individuell geschnitten und geschliffen werden müssen.

 

Dabei geht die Beschäftigung aber nicht erst mit dem Zuschneiden los, sondern beginnt bereits bei der Auswahl zu einem neuen Motiv.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für ein neues Motiv kann alles als Vorlage dienen.

Selbst der Blick in den Spiegel kann sich in Konturen verwandeln.

Es gibt viele gestalterische Möglichkeiten für Holz. Marqueterien gehören sicherlich mit zu den ausdruckstärksten; denn hierbei lässt sich Holz nicht nur in das gewünschte Format schneiden, sondern es erhält neben seiner Bestimmung als Element auch noch den Charakter einer Momentsbewahrung.

Aktuelles Projekt

Eine Uhr

 

Genau genommen - eine Jahresuhr. Denn jede Stunde soll ein Sternzeichen-Symbol erhalten - und zwar sowohl als Bild, als auch als Symbol.

Die einzelnen Elemente werden entsprechend klein und somit empfindlich. Hier erkenntlich sind die ersten Zuschnitte. Nachdem ich lange Symbole und Bilder recherchiert habe, wählte ich allgemein typische Zeichnungen (um keine individuellen Rechte zu verletzen). Dazu habe ich mich mit Papier und Bleistift gerüstet und in vielen Versuchen meine Motive gemalt. Die oftmals ungeraden Linien haben mich anfangs gestört (Freihandzeichnen ist eine Kunst für sich - auch wenn sie langsam besser wird), aber spätestens beim Schneiden kann ich meine ganz persönliche Note darin erkennen.

Da ich für die Motive ein Holz mit kräftigen Spätzholzringen verwende, ist das Schneiden nicht einfach. Deswegen habe ich es vor dem Schneiden auch mit Fugenpapier beklebt. Abgesehen davon konnte ich meine ausgeschnittenen Motive problemlos übertragen.

 

1 = Zuschnitt mit Farbrand vom Übertragen auf das Furnier / 2 = bereits zugeschnittene Motive / 3 = fertige Handskizze / 4 = Kreise, in die später die Motive eingesetzt werden / 5 = Zuschnitt-Reste

Passgenauigkeit

Wie genau ein Furnier eingepasst ist, lässt sich am Besten prüfen, indem man das fertige Stück vor eine Lichtquelle hebt. Sind die Teile ungenau eingepasst, so heben sich sämtliche Öffnungen mittels heller Spalten deutlich ab.

Man sollte in einem solchen Fall durchaus eitel sein, und sich wiederholt an die Arbeit machen.

 

 

Motive einsetzen

Die Motive sind zugeschnitten. Die hier ausliegenden Kreise haben einen Durchmesser von circa 60 mm. Daran lässt sich erahnen, wie klein die Motive selbst sind. Es ist schon ein kleines Kunstwerk diese auszuschneiden (das Messer muss des Öfteren über den Abziehstein). Während die Außenkonturen der Motive sich recht einfach nachschleifen lassen, wird es bei den Ausschnitten im Kreis durchaus komplizierter; zumal die Rundungen oftmals nur wenige Millimeter im Radius haben.

 

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© Andreas Dietz