Marqueterien - von der Kontur zum Bild
Marqueterien -         von der Kontur     zum Bild

Ein neues Bild entsteht.

Nach der Wahl des Motives werden die Konturen festgelegt.

 

Mittels der konturen lassen sich die Einzelteile problemlos zuschneiden.

 

Kreise schneiden.

Es gibt dazu mehrere Möglichkeiten. Benötigt man mehrere Kreise, schneidet man sich diese grob zu, legt sie übereinander und bringt sie dann in Form. Gerade für dickere Packen eignet sich eine Kopiersäge ganz gut. Kommt man in den Genuss einer Bandschleifmaschine, kann man sie auch dort mit ein wenig Gefühl ordentlich anpassen.

Für meinen Zweck habe ich mir ein Rohr mit dem passenden Durchmesser abgelängt und nutze es als Schablone, um die ich herum schneide. Das gibt mir die Möglichkeit, das Motiv noch nach dem Einsetzen zu zentrieren. Außerdem sehe ich vor dem Schneiden des Kreises, ob mein Motiv auch gelungen eingepasst ist.

Meine Bilder schneide ich stets spiegelverkehrt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Collage zusammenzufügen. Man könnte die Einzelteile auch stückchenweise direkt auf einen Träger kleben. Ich bevorzuge die Arbeit mit dem Fugenklebeband, das auf der Vorderseite die Teile zusammenhält.

 

Patinieren

Schon im Zuschnitt kann man weitreichende Fehler begehen. Dazu gehört die Auswahl des Furniers. Im Idealfall benutzt man für gleichfarbige Segmente dasselbe Furnier. Längere Sonneneinwirkung kann das vorliegende Furnier farblich auffällig verändern. Unter Umständen fällt dieser fatale Fehler jedoch erst nach dem Schleifen auf (also wenn das Bild bereits auf einen Träger aufgeleimt ist).

Wenn es auch nicht die ideale Lösung ist, so kann man das beanstandete Segment nachträglich farblich anpassen. Zuerst wird das gesamt Bild grundiert. Damit ist die Oberfläche vor unliebsamen Farbaufnahmen geschützt. Dann wird das Bild mit transparenter (Klebe-)Folie abgeklebt und der zu bearbeitende Bereich ausgeschnitten. Mit einer Sprühpistole lässt sich dann eine hauchdünne Farbschicht auftragen.

Ein bisschen Gespür für die farbliche Intensität lerhält man am besten mittels eines mitgespritzten Musters.

In meinem Muster haben leider die Gesichtszüge etwas gelitten, indem sie zu viel Farbe an den Rändern aufgenommen haben. Von weitem gesehen geben sie dem Gesicht zwar einen verstärkten Charakter, von nahmen betrachtet heben sich jedoch die Ungenauigkeiten des Schneidens hervor.

Gerbsäure nutzen

Was im Normalfall das Furnier ruiniert, kann gezielt verwendet auch nützlich sein: Die Gerbsäure. Eichenholz enthält eine Menge Gerbsäure. Kommt diese mit Feuchtigkeit und Metall in Berührung beginnt die Oxydation und das Holz verfärbt sich an diesen Stellen. Eiche bekommt in der Regel bläuliche Flecken.

Es gibt auch Beizen, die sich den Gerbstoff zunutze machen. So benutzt man zum Beispiel Amoniak, um dem Holz einen rustikalen Charakter zu verleihen.

Das aktuelle Bild ist nur ein Ersatz. Aber genau so könnte ein Nutzen aussehen. Meine "Flecken" waren leider nicht tief genug, so dass sie beim Entfernen der Wasserflecken ebenfalls verschwunden sind. Nach dem zweiten Versuch war mir dann aber das Furnier doch zu dünn, so dass ich für den dritten Versuch improvisieren musste. Leider hatte ich versäumt, das Ergebnis zu fotografieren.

Mann kann natürlich einwenden, dass es doch Farbe zur Hilfe gibt, aber es ist viel spanndender und authentischer, wenn man das Material kennt und zu seinem Ergebnis "zwingt", als dass man einfach in die "Trickkiste" greift und das Ergebnis herbeimanipuliert.

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Andreas Dietz